Gauguin, Van Gogh, Monet, Degas, Toulouse-Lautrec, Cezanne, Bonnard, Matisse, Leger, Miró, Picasso, Klee, Mondrian, Lichtenstein, Pollock, Rothko und andere

Joie de vivre

beinhaltet für die Künstler in erster Linie Ausdruck ihres starken Willens und ihrer Energie auch unter oft grossen Entbehrungen, ausserordentliche Leistungen anzustreben oder auch Visionen und Träume zu realisieren. Sie erregen immer wieder unsere Bewunderung, setzen sie doch neben Talent und Können einen unbedingten Glauben an sich selbst voraus.

In allen grossen künstlerischen Leistungen, auch in der Literatur, wie im Roman Joie de vivre von Emile Zola, manifestiert sich trotz aller Widerstände als tragendes Element eine Lebensfreude, an der wir teilhaben können und die immer wieder ansteckend wirkt. Sie hat uns vor genau 50 Jahren veranlasst, die wackligen Büchergestelle unseres Antiquariats mit Rupfen zu überspannen und darauf die ersten Ausstellungen einzurichten. Bis heute sind es über 250 Ausstellungen, in denen wir versuchten diese Joie de vivre zum Ausdruck zu bringen; u.a. Monet, Cézanne, Klee, Matisse und Picasso Retrospektiven, auch "90 Werke auf Papier" zu dessen 90. Geburtstag 1971, die wir bei ihm aussuchen durften; es folgten Giacometti, Rothko, Lichtenstein, Johns, Stella, Rauschenberg, Baselitz u.a.; auch thematische Ausstellungen wie "Moon and Space", "Fauves", "Kubisten", "Dream of the Absolute" (Mondrian, Brancusi, Malevitch u.a.), "Exploring Abstraction", "L'éternel féminin", "Surrealismus, Traum des Jahrhunderts" (Miró, Max Ernst, Magritte, u.a.), "Magic Blue", "Who is afraid of Red?" und "I love Yellow". Die jetzige Ausstellung soll vor der Museumseröffnung nochmals die Weite unseres Programmes umspannen und von der Gegenwart bis zurück zu van Goghs Feld mit Weizengarben. Ein Bild seiner letzten Tage, bereits jenseitig, bereits losgelöst von seinen Kämpfen, Kümmernissen und aller Erdenschwere - eine transzendierte Joie de vivre.

Wir danken bei dieser Gelegenheit den Privatsammlern und Museen für das uns während der vergangenen 50 Jahre bewiesene Vertrauen und die Bereitschaft, auch diese Ausstellung mit wichtigen Leihgaben zu bereichern.

Ernst Beyeler