Venedig fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten, besonders auch die Künstler.
Die Fondation Beyeler widmet der zauberhaften Lagunenstadt und ihrem Mythos eine
grossartige Ausstellung, die rund 150 Meisterwerke – Ölgemälde und Aquarelle –
aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt vereint.
Erstmals werden die bewunderten Venedigbilder von berühmten Malern wie Canaletto, Francesco Guardi,
William Turner, James McNeill Whistler, John Singer Sargent, Edouard Manet, Pierre Auguste
Renoir, Odilon Redon und Paul Signac gemeinsam gezeigt. Als Höhepunkt ist ein Grossteil der
Gemälde ausgestellt, die Claude Monet 1908 in Venedig angefertigt hat. Der Mythos Venedig
wurde ganz wesentlich von Künstlern geprägt. Im 19. und 20. Jahrhundert avancierte die
»Serenissima« zum Kultort für Maler und Fotografen. Alle waren sie von der geheimnisumwitterten Stadt überwältigt
und liessen sich durch die einzigartigen Kirchen, Paläste, Schiffe, Wasserstrassen, Märkte und das bunte Alltagsleben
in-
spirieren. Insbesondere das atmosphärische Zusammenspiel von Himmel und Meer, von Licht und Wasser hat sie zu
epochemachenden Werken angeregt, welche der Entwicklung der modernen Kunst entscheidende Impulse gaben.
Historische Venedigfotografien aus der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts ergänzen die Ausstellung.
Parallel sind zeitgenössische fotografische Arbeiten zum Thema Venedig von Vera Lutter und David Claerbout zu
sehen. Gastkurator der Ausstellung, die nur in der Fondation Beyeler zu sehen sein wird, ist Martin Schwander