1898-1908
Stilwandel und Zusammenbruch
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1898-1908
Stilwandel und Zusammenbruch
In Selbstbildnis in der Hölle führt Munch seine Verletzlichkeit vor, die er durch den Verlust eines Fingergliedes schmerzlich erfahren hatte, worauf er in einem Brief an Jappe Nilssen am 12. November 1908 auch wieder verweist: „Es sind ja Wunden aus Norwegen – die mir das Leben zu einer Art Hölle gemacht haben.“ Das flammenhafte Widerspiel von Licht und überdimensionalem Schatten im Hintergrund und die angedeutete Schnittwunde am Hals, die seinen geröteten Kopf vom gelben Körper trennt, verweisen auf den schmalen Grat zwischen Leben und Tod. Sein künstlerischer Erfolg und Durchbruch in Deutschland änderte in diesen Jahren nichts an Munchs tiefer Krise, die sich in Alkoholabhängigkeit und psychischen Problemen widerspiegelte.
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Edvard Munch, Selbstporträt in der Hölle, 1903, Öl auf Leinwand, 82 x 66 cm
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