1896/97
Druckgrafik: ein Ausblick ins 20. Jahrhundert
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1896/97
Druckgrafik: ein Ausblick ins 20. Jahrhundert
Im Herbst 1894 begann Munch neben seinen malerischen Experimenten an seinen ersten Radierungen und Lithografien zu arbeiten, die zumeist jene Themen als spiegelbildliche Fassungen wiedergeben, die bereits in bekannten Gemälden vorgebildet waren. Munchs frühe Lithografien sind, vergleichbar seinen Radierungen, von hoher Experimentierlust geprägt. Er experimentierte mit der Farbzusammensetzung, die er unter anderem der zufälligen Zusammenstellung durch den Drucker überließ, mit Kratztechniken, kräftigen Tuschestrichen, Kreidezeichnungen, tiefschwarzen Flächen, die er wiederum mit scharf gravierten weißen Linien aufbrach, oder Umdrucklithografien, bei denen das gedruckte Motiv durch die Unterlage, auf der die Originalzeichnung entstanden war, eine Textur erhielt. Motivisch sind viele dieser Arbeiten, vergleichbar den Gemälden der 1890er Jahre, vom Wechselspiel von Auflösung und Materialisierung bestimmt.
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Edvard Munch Das kranke Kind I, 1896 Lithografie mit Lithokreide, Lithotusche und Nadel in Rot und Gelb, handkoloriert, 42 x 60 cm » Copyright |
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