Um 1900 entwickelte der Wiener Secessionismus die Technik der »Flächendekoration«, um von der Ebene der Wand aus den Raum zu erobern. Der Beethoven-Fries (1902) von Gustav Klimt wurde zum Ausgangspunkt für den Ausstieg der Malerei aus dem Bild in den Raum (Abb.), der zwanzig Jahre später von der holländischen de Stijl-Gruppe weiter voran getrieben wurde. Die Fondation rekonstruierte für diese Ausstellung die berühmte, begehbare Raumgestaltung von Mondrian für den Salon von Ida Bienert (1926). Monumentale Installationen von Sol LeWitt und Daniel Buren setzen vor Ort dieses Abenteuer der raumgreifenden Malerei fort. Am Ende der Ausstellung taucht der Besucher in eine computeranimierte Videoinstallation des Wiener Künstlers Peter Kogler ein (Abb.). Klimt und Kogler, dekorative Raumkunst und digitaler Cyberspace bilden die sinnhafte Klammer dieser Ausstellung.

